E-Learning mit Webinaren: 5 wichtige Dinge [Video]

ElearningWebinarenWebinare können im Marketing und E-Learning eingesetzt werden. Und natürlich gibt es Mischformen – auch E-Learning kann vermarktet werden. Fokussieren möchte ich mich heute auf das E-Learning in Unternehmen, also auf das sogenannte Corporate-Learning. Hier gibt es fünf wichtige Dinge, die Ihren Erfolg im Einsatz von E-Learning mit Webinaren verbessern können.

Viele Unternehmen betreiben ihre internen Schulungen ausschließlich über Präsenz-Seminare. Damit wird eine große Chance vergeben: Denn Webinare bieten viele Vorteile – auch oder vor Allem in Kombination mit Präsenz-Seminaren. Mit Webinaren sind wir live, wir können interaktiv sofort Fragen beantworten, können Inhalte leicht vorführen und von den Teilnehmern durchführen lassen. Screen-Sharing und die vielen anderen Interaktions-Tools ermöglichen eine vielfältige Lernwelt.

Webinare können noch mehr:

  • Im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen sparen Sie die Reisekosten Ihrer Mitarbeiter und Referenten, wenn Sie Webinare anbieten.
  • Ohne Reiseaufwand können Ihre Mitarbeiter die gewonnene Zeit anderswo besser einsetzen. Darüber hinaus müssen sie ihren Arbeitsplatz nicht verlassen.
  • Die aufgezeichneten Webinare können als Videos unzählige Male für Schulungen weiterer Mitarbeiter eingesetzt werden.
  • In vielen Fällen können Ihre Mitarbeiter das Gelernte unmittelbar an ihrem Arbeitsplatz anwenden und damit den Lerntransfer optimieren.
  • Durch den Wegfall von Mobilitäten ersparen Sie zukünftigen Generationen eine Menge CO2 – diesen Umstand sollten Sie in Ihrem CSR- bzw. Nachhaltigkeitsbericht kommunizieren.

Nun zum eigentlichen Thema: “E-Learning mit Webinaren: 5 wichtige Dinge”

Sie können sich nun die Webinar-Aufzeichnung ansehen, oder (weiter unten) die gleichen Inhalte lesen.

 

Als Webinar-Moderator von großen Kunden erlebe ich es oft: Es gibt es ein paar Fallstricke. Also ein paar Dinge, auf die man unbedingt achten sollte, wenn man Webinare in das Corporate-Learning einführt.

Technische Voraussetzungen schaffen

Es geht hier um die Software-Installation, um die sich viele Fragen ergeben: Was kann bzw. darf man im Unternehmen installieren? Was kann man nicht installieren? Setzt man auf eine Webinar-Lösung mit Flash-Player (ist bald Geschichte) oder setzt man auf eine Webinar-Plattform mit HTML5? Und braucht diese Webinar-Plattform einen Client, also eine eigene Software, die das Webinar handelt? Braucht es einen speziellen Browser? Gibt es Browser, die da nicht funktionieren? Welche Browser sind überhaupt erlaubt im Unternehmen? Und so weiter.

Das muss alles in Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung geklärt werden – genauso wie die nötige Bandbreite und die Portfreigaben der Firewall.

Telefonkonferenz-Technik nutzen

Zwar ist die Webinar-Technologie mittlerweile stabil. Dennoch kann man das Risiko einer technischen Panne extrem reduzieren, wenn wir das Audiosignal über eine Telefonkonferenz schicken – im Idealfall integriert in die Webinar-Software.

Warum? Das Audiosignal ist das Wichtigste im Webinar. Im Webinar-Raum könnte das gesamte Bild ausfallen … solange das Audiosignal klappt, können wir sehr intuitiv und schnell kommunizieren. Das Telefon ist im Gegensatz zu vielen Computern zu 99,99% stabil, darum ist es eine gute Ergänzung.

Dabei sollte man auf eine Telefonkonferenz-Lösung setzen, die eine Rechtestruktur hat. Das heißt, es braucht eine Telefonkonferenz-Lösung, wo es einen Moderator gibt, der andere Teilnehmer freischalten oder stummschalten kann.

Moderator einsetzen

Meine Empfehlung: Setzen Sie einen Webinar-Moderator im Corporate-Learning ein. Oft ist es so, dass der Fachtrainer weder ausgebildeter Webinartrainer noch Pädagoge ist. Meistens ist der Trainer ein Abteilungsleiter oder erfahrener Mitarbeiter, der oft schon einmal dadurch gefordert ist, neben dem Tagesgeschäft auch noch Schulungen durchzuführen. Und dann ist das im Allgemeinen zu viel verlangt, dass der sich auch noch so komplett in diese Webinar-Technologie vertieft.

Der Webinar-Moderator soll natürlich den Rahmen halten mit Anmoderation, Abmoderation und Fragenmoderation. In vielen Fällen empfehlenswert ist, dass ganz allgemein alle Interaktionen vom Moderator durchgeführt werden, damit der Fachtrainer entlastet ist. Interaktionen können z.B. Fragen an die Teilnehmer mit dem Umfragetool sein, um die Wissensvermittlung sicher zu stellen.

Der Moderator sollte also die Webinar-Raum-Funktionen managen und natürlich – und das ist enorm wichtig – bei technischen Problemen Notfall-Hilfe leisten können. Sonst würde es sehr viel wertvolle Zeit kosten, wenn der Fachtrainer sich nicht nur um die Inhaltsvermittlung kümmern soll, sondern auch noch um technische Probleme. Stellen Sie sich ein Webinar mit 25 Teilnehmern vor:  da kann es natürlich durchaus vorkommen, dass der ein oder andere nichts hört oder sonstige Probleme hat. Und da ist wichtig, wenn der Moderator eingreifen kann und zwar während der inhaltliche Vortrag weiterläuft. Im Idealfall kann man dem Teilnehmer mit den technischen Problemen eine Webinar-Aufzeichung anbiteten. Damit lassen sich die verpassten Inhalte nachholen.

Wenn man sich betriebswirtschaftlich durchrechnet, wie viel ein paar Minuten Stillstand im Webinar (vl. sogar mit Führungskräften) kostet, erkennt man die Wichtigkeit eines Moderators um so mehr.

Einem guten Moderator geht es darum, den Fachtrainer umsichtig zu unterstützten, zuvorkommend zu sein und zu schauen: Was braucht er jetzt gerade? Weil im Allgemeinen ist der Moderator der Webinar-Experte und der Fachtrainer ist oft in einer eher ungewohnten Welt.

Regieanweisung erstellen

E-Learning mit Webinaren

Gerade beim Einführen eines neuen Webinartrainings  ist enorm wichtig, dass Webinartrainer und Webinarmoderator gut abgestimmt sind. Beide sollten wissen, wann wer “am Ball” ist.

Was ist eine Regieanweisung? Die einfache Struktur von einer Regieanweisung könnte so aussehen (siehe Bild).

Das könnte jetzt eine Seite von 20, 30 oder 40 Seiten sein. Hier ist also ersichtlich, wer wann, welche Inhalte vermittelt.

Einsatz von Webcam-Video bedenken

Ich bin ein großer Freund vom Einsatz des Webcam-Videos. Aber ich sage es ganz offen: Meine großen E-Learning Kunden setzen kein Webcam-Video ein. Die Webcam-Übertragung ist enorm wichtig im Marketing, wo es darum geht, sich als vertrauenswürdiger Experte zu positionieren. Und je mehr man sich zeigt – nicht nur inhaltlich, sondern auch bildhaft – desto leichter ist diese Positionierung möglich. Vorausgesetzt man ist ein vertrauenswürdiger Experte im entsprechenden Fachgebiet und die Webcam-Video-Qualität stimmt.

Im E-Learning ist das ein bisschen anders. Hier geht es nicht um den Auftritt nach außen. Darüber hinaus kennen sich Teilnehmer und Fachtrainer womöglich – da reicht es dann ein Profilfoto abzubilden. Wichtig ist: Der Einsatz des Webcam-Videos bedeutet natürlich mehr Aufwand. Zusätzlich lässt man sich auf ein gewisses Risiko ein, dass Technik und insbesondere die Bandbreite nicht mitspielen.

Fazit – meine Empfehlungen für E-Learning mit Webinaren:

  • Beraten Sie sich mit Ihrer IT-Abteilung, welche Webinar Software mit welchen Installationen prinzipiell möglich ist
  • Setzen Sie eine Telefonkonferenz-Technik ein, um die Stabilität der Veranstaltung zu verbessern
  • Engagieren Sie einen Webinar-Moderator, um den Fachtrainer zu unterstützen, und, um die Inhaltsübermittlung zu verbessern
  • Auch den Einsatz einer Regieanweisung habe ich auch empfohlen. Damit das Spiel zwischen Fachtrainer und Webianr-Moderator wirklich gut läuft,
  • Zu guter letzt bin ich noch auf das Thema Webcam-Video eingegangen. Wann man es braucht, und wann eher nicht.

Ich freue mich über Kommentare und wünsche Ihnen erfolgreiches E-Learning mit Webinaren!

 

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